E-Moderation – Gemeinsame Regeln

Ein Regelwerk bietet die Basis für ein gemeinsames Handeln einer Gruppe von Individuen zur Erreichung bestimmter Ziele. Manche Regeln ergeben sich von alleine aus dem gesunden Menschenverstand, andere sind speziell für bestimmte Situationen wichtig und müssen miteinander abgestimmt werden.

So können die Teilnehmer gemeinsam verabreden , wie sie sich den Umgang miteinander vorstellen und wie verbindlich gemeinsame Verabredungen für den Einzelnen sind.

Aber auch die Taktung der gemeinsamen Treffen oder die Reihum-Weitergabe der Moderation sind Regeln, die helfen, die Gruppenarbeit zu strukturieren. Neben der Moderation kann z.B. auch die Protokollführung separat vergeben werden um den/die Moderator/in zu entlasten. Wenn eine Gruppenarbeit nicht sychron – vor Ort oder mit Hilfe von virtuellen Arbeitsräumen – sondern asynchron im Lern-Management-System erledigt wird, kann z.B. auch verabredet werden, wie oft die Teilnehmer nach neuen Beiträgen schauen oder eigene Beiträge schreiben.

Auch eine kurze Nachricht, wenn ein Gruppenmitglied an einer Sitzung nicht teilnehmen kann, trägt zur raschen Klärung der Situation und damit zur Produktivität bei. Die Verhaltensregeln hängen dabei immer eng mit den Menschen zusammen, die diese befolgen und damit auch weiter am Leben erhalten.zurück zum Seitenanfang


Verabredungen treffen

Die Teilnehmer einer Sitzung im virtuellen Arbeitsraum (z.B. DFN Adobe Connect) treffen sich dort, um gemeinsam zu lernen und das gemeinsame Ziel eines erfolgreichen Studiums zu verfolgen. Durch diese Rahmenbedingungen kommt meist automatisch eine ernsthafte und zielgerichtete Arbeitsatmosphäre zustande.

Doch auch innerhalb dieser gemeinsamen Ausrichtung gibt es natürlich unterschiedliche Bewertungen und Prioritäten zwischen den verschiedenen Teilnehmenden. Damit die Gruppe erfolgreich arbeiten kann ist es wichtig, dass die Beteiligten gemeinsam verabreden, was ihnen wichtig ist und wie sie miteinander umgehen möchten. Verabredungen, die gemeinsam getroffen wurden, haben erfahrungsgemäß für alle Beteiligten eine viel höhere Relevanz als vorgegebene „Hausordnungen” oder „Nutzungsregeln”.

Deshalb ist es – soweit die Möglichkeit besteht – eine gute Gelegenheit in einer Präsenz oder einer ersten Sitzung gemeinsam über die Erwartungen und Befürchtungen an die gemeinsame Arbeit zu sprechen und daraus eigene gruppeninterne Verhaltensregeln abzuleiten, die sich im Verlauf der weiteren Zusammenarbeit bei Bedarf dynamisch weiterentwickeln. zurück zum Seitenanfang


Netiquette

Die Netiquette oder Netikette (Kunstwort aus engl. netNetz und etiquette – Etikette) ist ein wichtiger Bestandteil der Netzkultur. Die Netiquette wird mittlerweile für viele Bereiche im Internet verwendet, in denen Menschen miteinander kommunizieren und orientiert sich in ihren Grundsätzen und Werten am Miteinander im echten Leben. Überwacht wird die Netiquette durch die Mitglieder der jeweiligen beteiligten Gruppen selbst, es gibt keine übergeordnete Kontrollinstanz.

Die erste und grundlegende Empfehlung der Usenet-Netiquette ist: „Vergessen Sie niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!“

Die Netiquette beschreibt also Regeln der Kommunikation und des Umgangs miteinander, mögliche Inhalte können sein:

  • anderen mit Höflichkeit begegnen
  • Smileys benutzen um Emotionen auszudrücken
  • Frust und Aggressionen gehören nicht in einen Chat
  • Blockschrift wird allgemein als SCHREIEN interpretiert.
  • anderen keinen Schaden zufügen
  • anderer Leute Arbeit am Computer nicht behindern
  • anderer Leute geistig Werk nicht als das eigene ausgeben
  • Verantwortung und Respekt zeigen
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Verbindlichkeit

Der gemeinsame Umgang miteinander in der Gruppe erfordert eine gewisse Verbindlichkeit der gemeinsamen Verabredungen. Nur wenn alle diese Verabredungen ernst nehmen, entsteht eine produktive Kultur der gemeinsamen Kooperation.

Dazu gehören unter anderem auch die folgenden Punkte:

  • Alleine in einem leeren virtuellen Raum zu warten ist mindestens genauso öde, wie in der realen Welt auf seine Kommunikationspartner zu warten. Deshalb ist es ein schöner Zug, wenn sich alle Teilnehmenden ernsthaft bemühen, Anfangszeiten einzuhalten und pünktlich zu einer Sitzung zu erscheinen.
  • Wer seine verwendete Ausstattung (PC, Tablet, Headset, Webcam etc.) verändert oder grundlegende Software updated macht im Vorfeld der nächsten Gruppensitzung einen Funktionstest, damit nicht die wertvolle gemeinsame Gruppenzeit aller Teilnehmenden mit „1 2 3, Test, Test, könnt Ihr mich hören” vergeht.
  • Wenn sich mal in einer Sitzung Technik-Probleme z.B. mit dem eigenen Mikrofon ergeben, ist es ratsam diese möglichst schnell zu beheben , damit man an der nächsten Sitzung wieder „vollwertig” teilnehmen kann.

Die Moderation einer Sitzung zu übernehmen macht mit ein wenig Übung richtig Spaß – aber nur, wenn sich nicht alle anderen zurück lehnen und die Moderierenden „hängen lassen”. zurück zum Seitenanfang


Compliance

Wer ist dafür verantwortlich, dass die gemeinsamen Regeln eingehalten werden?

Da es sich um gemeinsame Regeln handelt, sind ALLE für ihre Einhaltung verantwortlich. Der/die aktuelle Moderator/in hat vielleicht als erste/r die Aufgabe mögliche Unstimmigkeiten anzusprechen, aber prinzipiell ist die Einhalten der Regeln eine Aufgabe der ganzen Gruppe, die nicht an eine/n Einzelne/n delegiert werden kann. zurück zum Seitenanfang