Hochschuldidaktik

Lehren ist nicht allein ein Kommunikationsproblem und/oder auch nicht allein ein Verhaltensproblem! Dies bedeutet, dass sich die Fragen der Qualität der Lehre nicht auf das Problem der Kommunikation und der Vermittlungsformen oder um die soziale Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden beschränken.

Lehre und Lernen kann nur nachhaltig verbessert werden wenn geklärt ist,

  • was gelernt wird und von wem,
  • wie und wie schnell,
  • und besonders, zu welchem Zweck.

Wichtig für die Qualität der Lehre ist auch die Berücksichtigung didaktischer Prinzipien (beinahe Lerngesetze) bei der Konstruktion und Gestaltung von Lehrveranstaltungen und -materialien. Im Fernstudium ist – wie Untersuchungen zeigen – neben anderen Komponenten wie z.B. die organisatorischen Bedingungen, die Qualität der Materialien für den Erfolg im Studium wesentlich. Dabei ist nicht nur die Auswahl und Aufbereitung, sondern auch die didaktischen Gestaltung der Inhalte wichtig.

Didaktische Elemente wie Erschließungs-, Verarbeitungs- und Wahrnehmungshilfen können dazu beitragen, die Qualität der Materialien zu verbessern, d.h. aber nicht, dass immer alle Hilfen bzw. alle Hilfen in vollem Umfang eingesetzt werden sollten. Ein Text, der zu viele Hilfen enthält, erscheint oft „übergestaltet” und verschult.