Evaluation im Verbundstudium

Die Ausgestaltung und Durchführung von Evaluationen in den einzelnen Verbundstudiengängen liegt im Verantwortungsbereich der jeweiligen (Fach-) Hochschule.

Langjährige Erfahrungen mit der Evaluation im Verbundstudium haben gezeigt, dass folgende regelmäßige Befragungen im Studienverlauf sowie nach dem Studium empfehlenswert sind.

So erfolgt zu Beginn des Verbundstudiums meist eine Eingangsbefragung, in der neben sozio-demographischen Daten individuelle Studieninteressen und -voraussetzungen im Mittelpunkt des Interesses stehen. Hieran lässt sich u.a. untersuchen, welchen AdressatInnenkreis das Verbundstudium anspricht.

Im Verlauf des Studiums werden die Studierenden in der Regel zur allgemeinen Studiensituation befragt. Die Fragen betreffen z.B. die allgemeine Studienzufriedenheit, die individuellen Rahmenbedingungen, Lernstrategien sowie Einstellungen zum Verbundstudium.

Im Rahmen von Modulbefragungen können die studentischen Einschätzungen zu den Selbststudien- und Präsenzphasen evaluiert werden, um den Lehrenden ein direktes Feedback zu ihren Lehrveranstaltungen und Lerneinheiten zu geben. Das anschließende Gespräch zwischen Studierenden und Lehrenden ermöglicht das Hinterfragen von Auffälligkeiten und die Vereinbarung von ersten direkten Maßnahmen.

Durch die regelmäßigen Befragungen im Studienverlauf lassen sich Veränderungen in den individuellen Rahmenbedingungen und Einstellungen der Studierenden zum Verbundstudium feststellen, auf die dann ggf. mit entsprechenden Maßnahmen reagiert werden kann.

Um den Studienerfolg und Verbleib der Studierenden nach erfolgreichem Studienabschluss zu verfolgen, erfolgen i.d.R. ein bis anderthalb Jahre nach Beendigung des Verbundstudiums AbsolventInnenbefragungen. Hierdurch findet nicht zuletzt auch eine Rückkopplung des Verbundstudienmodells an die Bedingungen und Erfordernisse des Arbeitsmarktes statt.

Mit den Exmatrikuliertenbefragungen können schließlich die Beweggründe derjenigen Studierenden evaluiert werden, die das Verbundstudium ohne einen Abschluss beenden, bzw. unterbrechen oder den Studiengang wechseln. In diesen Befragungen lässt sich z.B. untersuchen, ob die vorzeitige Beendigung des Verbundstudiums mit inhaltlicher oder fachlicher Kritik am Verbundstudienmodell, mit Veränderungen in den persönlichen und beruflichen Rahmenbedingungen oder mit einem Wechsel der eigenen Interessen zusammenhängt.

Um ein möglichst objektives Bild der Realität des Verbundstudienmodells zu gewinnen, können auch die Lehrenden in regelmäßigen Abständen zu ihren Erfahrungen mit dem Verbundstudium befragt werden.
Hier sind z.B. Fragen nach den Rahmenbedingungen der Lehre im Verbundstudium, nach ihrer generellen Einschätzung des Verbundstudienmodells, nach der Einschätzung der Verbundstudierenden und ihrer individuellen Rahmenbedingungen sowie nach möglichen Weiterentwicklungen des Verbundstudiums, z.B. im Hinblick auf den Einsatz neuer Lehr- und Lernformen und neuer Medien von Interesse.