Akkreditierung im Verbundstudium

Im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ wurde Anfang der 2000’er Jahre in Deutschland ein Akkreditierungssystem etabliert, dass die bis dahin erforderliche Genehmigung von Studiengängen durch das zuständige Ministerium auf Landesebene ablöste.

Die Akkreditierungen erfolgen seitdem durch Agenturen, die staatsfern organisiert sind und sich ihrerseits vom Akkreditierungsrat akkreditieren lassen müssen.

Gegenstand von Akkreditierungen können einzelne Studienprogramme (Programmakkreditierung) oder das hochschulweite Qualitätssicherungssystem, das die gleiche Qualität der Studienprogramme gewährleistet (Systemakkreditierung), sein.

Beide Akkreditierungsverfahren finden im Verbundstudium Anwendung, wobei derzeit noch mehrheitlich die Programmakkreditierung einzelner Verbundstudiengänge oder auch mehrerer als Paket erfolgt.

Eine Erstakkreditierung wird nach einer erfolgreichen Begutachtung in der Regel für fünf Jahre ausgesprochen. Reakkreditierungen haben meistens eine Laufzeit von sieben Jahren.

Im Verbundstudium erfolgen die Akkreditierungen überwiegend mit der Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS) und in einem Fall mit der Akkreditierungsagentur im Bereich Gesundheit und Soziales (AHPGS).

Zwei am Verbundstudium beteiligte Fachhochschulen, die FH Münster und die FH Bielefeld, haben erfolgreich die Systemakkreditierung ihres Qualitätssicherungssystems durchlaufen. Für die Verbundstudiengänge dieser Fachhochschulen sind aufgrund der Systemakkreditierung i.d.R. keine Programmakkreditierungen durch die Akkreditierungsagenturen mehr erforderlich. Die Begutachtung findet hier im Rahmen interner Verfahren an den Fachhochschulen statt.

Das Verbundstudienmodell hat sich ebenfalls einer Begutachtung durch AQAS – die sog. „Modellakkreditierung“ – gestellt. In den Jahren 2005 und 2006 erfolgten die Beantragung, die Begehung und schließlich die positive Begutachtung des Verbundstudienmodells. Dies wurde 2012 durch die „Beschreibung der studiengang- und hochschulübergreifenden Elemente des Studiengangkonzepts“ fortgeschrieben.

Die mit der sog. „Modellakkreditierung“ positiv begutachteten Elemente des Studiengangkonzepts, wie z.B. das Kooperationsmodell, die Arbeitsweisen und die Studierbarkeit, sind in der Regel nicht mehr Gegenstand einzelner Programmakkreditierungen.

Informationen zum aktuellen Stand der Akkreditierungen im Verbundstudium finden Sie hier.